Wie ich zum Drohnenspezialisten wurde

Es war 2013, als DJI ihre erste Drohne auf den Markt brachte. Die Phantom 1. Ich kaufte sie, zusammen mit einer kleinen "Lady Bird" Drohne, damit ich mir das Fliegen beibringen konnte. Damals hatte die DJI Phantom noch keine Kamera. Also habe ich einen Schwingungsdämpfer sowie eine Go-Pro angebracht, damit ich anfangen konnte, Filmmaterial zu drehen.
Ich kaufte dann einen 300 $ Stablisisator (Gimbal) aus China, um die Qualität des Materials zu verbessern. Ich habe auch mit einem Videosender experimentiert, um das Videosignal an einen Bildschirm zu übertragen.
Damals flog die Drohne nur etwa 4 Minuten lang. Nachdem ich eine Weile damit herumgespielt hatte, entschied ich, dass es nutzlos war, also packte ich sie in den Schrank. Dann stieß ich auf einen Kumpel, der FPV auf YouTube präsentiert, und entschied, dass ich das auch tun wollte. So lernte ich alles über FPV und was es braucht, um sie zu bauen. Ich las viel, habe viele YouTube-Clips gesehen. Ich fing im Grunde genommen an, mir alles darüber selbst beizubringen. So entwarf und baute ich dann meine Fluggeräte nach eigenen Vorstellungen. Ich habe viele verschiedene FPV Drohnen gebaut und ausprobiert, auch so eine....
Nach ein paar Jahren wurde ich wirklich gut darin. Ich verbrachte unzählige Stunden mit dem Entwerfen, Bauen und Fliegen. Habe ich unzählige gesagt? Es waren noch mehr! Sogar eine Drohne aus Holz habe ich gebastelt. Und....... ich bin auch oft abgestürzt. Das gehört zum Lernprozess...............

Nach ein paar Jahren kam DJI dann mit der Phantom 3 auf den Markt. Ich sah sie mir an und stellte fest, dass sie eine enorme Verbesserung gegenüber der Phantom1 war, also kaufte ich sie und begann sie zu fliegen, damit ich auf einfache Weise mehr Fotos und Videos generieren konnte.

Aber nach einer Weile fand ich es etwas langweilig. Ich nenne es “Cappuccino fliegen”. Du kannst locker nebenbei einen Kaffee trinken, während du die Phantom 3 fliegst. Bei den selbstgebauten Maschinen hingegen mußt Du die Drohne bauen, die Steuerungstechnik manuell programmieren, das Gerät zurecht trimmen und dann lernen, es aggressiv zu fliegen. Es ist viel aufregender und ein enormer Lernprozess.

Später habe ich beschlossen, mein Haus in Queensland zu verkaufen und mit dem Motorrad eine Filmreise durch Australien zu unternehmen. Also kaufte ich mir eine kleine DJI Mavic - super einfach zu fliegen, tolle Bilder und weil sie so kompakt ist, konnte ich sie auf meinem Motorrad mitnehmen.

Nach etwa einem Jahr, in dem ich mit dem Motorrad unterwegs war, fuhr ich mit meinem ganzen Besitz nach Westaustralien, um Zeit mit meiner Familie und Freunden zu verbringen. Während ich mit einigen Freunden in Exmouth war, nahm ich den FPV noch einmal aus der Schachtel. Das war im Januar 2018. Leider habe ich das gute Stück gegen einen Stahlzaun geflogen und zerstört, also habe ich ihn wieder in die Box gesteckt und für eine Weile vergessen.

Ich fliege weiterhin die DJI Mavic und sogar auch noch die Phantom 3 und hab damit wunderschöne Aufnahmen von einer Kurzreise mit meinem Allradauto in Westaustralien gemacht. Ich recherchiere gern und habe so erfahren, dass DJI ein digitales Steuerungssystem sowie einige hochauflösende Videobrillen entwickelt hat. Das beflügelte mich dazu, meine alten Maschinen im “Hangar” zu lassen und wieder mit den FPVs zu fliegen. Denn die fliegen so wie ich es will, ohne automatisches Überschreiben meiner Steuerbefehle usw.

Das ist es, was mich aktuell jeden Tag in die Werkstatt treibt, Software-Upgrade, Batterie-Update, Umprogrammierung, Tuning - und Testen. So zu fliegen ist eine riesige Weiterentwicklung meiner Fähigkeiten. Ich werde wohl künftig ein oder zwei FPVs auf unseren Reisen mitnehmen. Ich kann damit viel spannendere Videoszenen und Fotos gestalten. Vor allem macht das Fliegen mit den selbstgebauten Drohnen viel mehr Spaß.

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